Wie letzte Woche versprochen: Mein Chaosgarten hat nun Hochbeete! Und die sind tatsächlich relativ einfach selber zu bauen.
Alles was ihr dafür benötigt ist:
– Alte Regalteile oder eine alte Kartoffellagerungskiste oder ähnliches, aus Holz
– Schrauben und Schrauber oder Nägel und Hammer, evtl. noch ein paar Verbinder
– Noppenfolie
– Kaninchendraht o.ä.
– Holzlasur oder ähnliches
– Füllmaterial

Je nachdem was ihr habt, müsst ihr natürlich selber ein wenig rumtüfteln, wie etwas passt und am besten zusammenbastelbar ist. Dafür kommt es natürlich auch darauf an, wie viel Platz ihr habt oder wie groß euer Hochbeet werden soll.
Ich habe mich für ein großes und ein kleines Hochbeet entschieden. Dafür hatte ich auch alle Teile vor Ort – und darum geht es ja schließlich beim Upcyclen.

Die Regalböden habe ich mit Hilfe der Regalleisten zusammengeschraubt, so dass ich eine Vorder- und eine Rückseite hatte, die dann vor Ort einfach nur noch miteinander verbunden werden musste.
Ihr könnt die Holzteile vor oder nach dem Verbinden mit der Lasur behandeln. Schaut einfach, was für euch einfacher ist.

Eine Hälfte des Hochbeets. Für untendrunter habe ich noch eine leichte Plane ausgelegt, da bei uns im Garten irgendein Bodendecker alles belagert und ich dem ein bisschen damit entgegenwirken wollte. Das Beet an sich sollte aber bereits hoch genug sein, dass da nicht mehr viel wachsen kann.

An Ort und Stelle habe ich die beiden Teile dann verbunden.
Auf dem Boden habe ich Kaninchendraht ausgelegt, damit Mäuse und anderes Getier sich nicht darunter durchwühlen kann.
An den Seiten habe ich Noppenfolie angebracht. Die Noppen gehören dabei auf die Seite des Holzes, damit zwischen Hochbeet-Kasten und der Folie Luft bleibt. In dieser sehr „löchrigen“ Variante ist das vermutlich weniger nötig, aber ihr solltet dennoch darauf achten.

Das fertige Hochbeet. Jetzt muss es nur noch gefüllt werden.

Zum befüllen des Hochbeets braucht ihr jetzt nicht nur Erde!
Die unterste Schicht sollten immer grobere Gartenabfälle sein. Äste und Stöckchen und so weiter. Ganz unten habe ich sogar ein paar dickere Baumstämme untergebracht.

Füllt euer Hochbeet etwa zu 2/3 mit Gartenabfällen und streut dazwischen immer wieder Lagen von Laub oder Gras oder anderen kleinen Gartenabfällen, damit alles schön dicht gefüllt wird und die Lücken dabei auch ausgefüllt werden. Die obere Schicht davon, sollte dann auch Gras oder ähnliches Kleinzeug sein.

Achtet darauf, dass ihr wirklich genug Laub und Gras habt. Im Frühling fällt bei mir tatsächlich deutlich mehr an – alleine durch das Rasen mähen – als im Herbst. Falls ihr aber viele Laub werfende Bäume habt, könnt ihr das Hochbeet bauen auch auf den Herbst verschieben, müsst dann aber evtl. bis zum Frühjahr mit dem Pflanzen warten. Das kommt natürlich ganz darauf an, was ihr anbauen wollt!

Am Ende füllt ihr den Rest mit Erde auf – fertig!

Unser lieber Ratz war zwar am Anfang total gespannt, was ich da jetzt vor habe, hat dann aber leider nicht beim graben – an dieser Stelle! – helfen wollen. Jetzt habe ich mal wieder ein neues Loch mitten im Rasen 😉
Die gleiche Stelle nachher. Links seht ihr übrigens die uralte Kartoffel-Lagerungskiste, die frisch aus dem Keller ab in den Garten kam.



Aus welchem altem Gerümpel wollt ihr euer Hochbeet jetzt bauen? Oder habt ihr bereits ein Hochbeet?


Hochbeet selber bauen
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