Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal (kurz: BuJo) ist ein Notizbuch, in dem Kalender, Tagebuch und Notizzettel und alles was ihr euch sonst so aufschreibt, seinen Platz findet.
Erfinder ist Ryder Caroll.
Das Wichtige dabei: Ihr gestaltet es jeden Tag, wie es euch gefällt und plant nicht bereits Wochen und Monate im Voraus. Zumindest nicht im Detail.

 

Wofür brauche ich ein Bullet Journal?

Ich persönlich benutze es als Kalender und Planer für allerlei verschiedene Dinge.
Bislang habe ich mir meistens einen einfachen Kalender selber gebastelt. Darin standen oft schon mehr Dinge, als nur die üblichen Termine, außerdem konnte ich die Tage so einteilen, wie ich es brauchte, die Größe selber bestimmen und meinen Kalender so gestalten, wie ich es wollte. Aufkleber, Malereien… was und wie ich es wollte. Passte etwas nicht, klebte ich ein Post it dazwischen. Das ging schon ziemlich gut. Warum sollte man also über ein Bullet Journal nachdenken?
Trotz meinem Kalender hatte ich immer noch etliche kleine Zettel überall herumfliegen: Einnkaufslisten, Telefonnummern oder Adressen, kurze Notizen, Ideen, Malereien… eben alles, was mal eben schnell notiert werden musste. Diese Zettelwirtschaft hinterher dann zuzuordnen war bei meiner Unordentlichkeit nicht unbedingt günstig.
Das Bullet Journal war also erst mal ein Versuch, Ordnung ins Chaos zu bringen und dabei dennoch mein Chaos weiter zu leben (denn trotz allem mag ich mein Chaos).

Wie fange ich ein Bullet Journal an?

Als erstes braucht ihr ein Notizbuch. Das kann jede Art von Notizbuch sein, ich stimme dennoch den Leuten zu, die sagen, dass Punktraster am Besten geeignet ist.
Linien sind mir oft zu weit auseinander, Karos oft zu einschränkend. Die Notizbücher mit Punktraster sind relativ unauffällig, dennoch bleibt man in der Reihe – was bei blanco dann schon wieder schwieriger ist (und Punkte auf eine Seite zu pinseln ist eine furchtbare Arbeit  – glaubt mir!)
Leider findet man Punktraster noch nicht all zu häufig. Die Leuchtturm1917 Bücher sind großartig, leider aber auch ziemlich teuer.
Wer sich erst ausprobieren möchte, kann dann vielleicht doch besser auf kariert o.ä. zurückgreifen – da reicht vielleicht auch schon ein Schulheft.
Ich bevorzuge DIN A5, aber auch das ist euch überlassen.

Dann braucht ihr natürlich Stifte!
Meine Favoriten sind:
– Pigma Micron (in den Größen 0,05; 0,1; 0,2; 0,3; 0,5; 0,8, Graphic 1 & Brush)
– Pilot Frixion (radierbar!, in dutzenden Farben erhältlich, als Tintenroller, Filzstift oder Marker)
– Tombow Calligraphy Pen (mit weicher & harter Spitze)
– Stabilo & Staedtler Fineliner, Filzstifte & Marker
– Zenacolor Buntstifte
– Bleistifte (in verschiedenen Härtegraden)

Und das übliche Zubehör:
– Anspitzer
– Radiergummi
– Lineal
– evtl. Zirkel
– Haftnotizzettel
– evtl. Washi Tape
– Tombow Power Tape
– Tombow Correction Tape

Loslegen!

  1. Habt ihr bereits Seitenzahlen auf euren Seiten? Die Leuchtturm 1917 Notizbücher sind bereits durchnummeriert.
  2. Ein Inhaltsverzeichnis anlegen. Auch da sind die Leuchtturm Bücher wieder im Vorteil.
  3. Die Legende. Sucht euch ein Zeichen für Termine aus, aber auch für erledigte oder verschobene Termine. Für Aufgaben, Notizen und was ihr sonst noch alles braucht. Das könntet ihr aber z.B. auch mit Washi Tape oder Aufklebern machen.
    (Bewährt hat sich hier ein Punkt aus dem man problemlos einen Pfeil oder Haken machen kann)

    (Ja, bei uns gibt es 4 verschiedene Mülltonnen, die zu verschiedenen Zeiten abgeholt werden 😉 )
  4. Das Future Log bietet euch Platz für Termine, die ihr nicht nur für den nächsten Tag oder nächsten Monat planen müsst. Arzttermine oder Prüfungen, aber auch Geburtstage wisst ihr ja manchmal bereits Monate im Voraus.
    Mein Future Log ist auf 4 Seiten für ein komplettes Jahr – auch wenn ein Buch vielleicht gar nicht so lange ausreichen wird.

    Zwischen Sonntag und Montag habe ich einen Strich gezogen, damit man ein wenig mehr Überblick behält.
    Und richtig: Fehler passieren. Ich nutze das Correction Tape von Tombow dagegen, ansonsten hilft auch einfaches durchstreichen oder überkleben.

 

Und jetzt? …

Jetzt könnt ihr bereits mit einer Monatsübersicht beginnen oder den ersten Tageseintrag erstellen. Vielleicht wollt ihr aber auch lieber direkt eine Liste mit Filmen, die ihr unbedingt schauen wollt, erstellen. Oder Bücher? Einen Habit Tracker oder eine Übersicht, wie ihr Wetter Icons in eure tägliche Übersicht einbringen könnt? Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt und das Internet hält – wie schon erwähnt – tausende Ideen bereit.

… Viel Spaß!