Gekritzel als Kunstform

Ihr kennt das sicher: Nebenher – z.B. beim telefonieren oder in der Schule – kritzelt man irgendwie rum, verziert die Heftränder oder malt seinen Namen in verschiedenen Schriftstilen oder oder oder…
Dieses ganze Gekritzel hat sich in den letzten Jahren allerdings den ein oder anderen Namen verdient:

Doodle, Zentangle, Handlettering….

… und wurde zur „Kunstform“. Und eben jene Kunstform ist momentan unglaublich beliebt.
Warum? Dafür gibt es sicherlich viele Gründe, aber der – zumindest für mich – entscheidende ist:
Doodle kann JEDER!
Man muss nicht zeichnen oder malen können, braucht keine besonderen Talente, Werkzeuge oder Malutensilien. Papier und Stift – das reicht.
Und dann?
Dann malt man Striche, Punkte, Kreise, Blumen, Blätter, Kringel, Dreiecke, Vierecke, Wellen… was auch immer man möchte und verbindet sie zu einem Bild.
Wer es ein bisschen exklusiver haben möchte, kann nicht nur einfach ein Blatt vollkritzeln, sondern sich eine bestimmte Form überlegen, die er kritzeln möchte (siehe Bilder unten).
Zentangle wird das ganze auch genannt, wenn man es als Therapieform benutzen möchte. Dabei geht es darum, dass man sich auf das malen konzentriert – es nicht nebenher macht, sondern dabei entspannt.
Und dann gibt es da noch Handlettering. Das ist nichts anderes als Handschrift, klingt aber  vermutlich besser, neuer, cooler. Die bekannteste „Handlettering-Form“ dürfte wohl die Kalligraphie darstellen und so gut wie jedem ein Begriff sein.

Hier gibt es jetzt aber erst einmal:

Doodle – Tiere, Blumen, Formen…

… malt die Umrisse vor und füllt es. Wer, wie ich, eher Eier als Kreise malt, kann dafür einen Zirkel benutzen. Wer erst einmal üben will, kann sich auch einfache Malvorlagen für Kinder aus dem Internet ausdrucken oder ein Malbuch kaufen.

 Und was mache ich dann mit den Motiven?

Rahmt sie und hängt sie euch an die Wand oder stellt sie z.B. bei Spreadshirt zum verzieren von Kleidung und Accessoires zur Verfügung. Pinselt sie auf Tassen, verziert Schranktüren oder sogar Fenster damit. Bastelt Geburtstags-, Gruß- oder Weihnachtskarten damit und verschenkt und verschickt sie.
In den letzten Tagen habe ich ein paar Motive auf Spreadshirt hochgeladen und damit ein paar T-Shirts, Tassen und mehr „designed“. Wer daran Interesse hat, kann sich auf meiner Spreadshirt-Seite mal umgucken: HIER!

Das benötigt ihr wirklich:

  • Papier
  • Stifte

Das benötigt ihr für mehr:

  • Bleistift (um Formen vorzuzeichnen)
  • Zirkel (für Kreise)
  • Lineal (für sehr gerade Linien)
  • Fineliner in verschiedenen Größen und vielleicht auch Farben (zu empfehlen sind u.a. Pigma Micron, Faber-Castell artist pen, aber auch Stabilo und Staedtler)
  • festeres Papier (z.B. Skizzenblock von folia oder Brunnen mit 110g/m² und mehr), Leinwände, Spiegel, Fenster, Geschirr…….
  • Scanner – wenn ihr eure Zeichnungen digitalisieren wollt und die Motive für T-Shirt-Folien, Spreadshirt-Designs o.ä. benutzen wollt.
  • Grafikprogramm um die teilweise sehr dünnen Linien stärker zu färben (ich benutze Gimp, kostenfrei und relativ einfach)
  • je nachdem wo ihr – außer auf Papier – malen wollt:
    – flüssige Kreidefarbe (für Fenster, Spiegel u.ä.; abwaschbar!)
    – permanent haltende Farbe (z.B. Edding oder Folienstifte) für Kunststoffe
    – Pinsel und Farbe jedweder Art
    – Porzellanmaler (für Tassen, Teller, Schüsseln…)

Jetzt seid ihr dran!

Habt ihr schon mal gekritzelt?
Wenn ja: Was? Worauf?
Würdet ihr Klamotten kaufen, auf denen solche Kritzeleien sind?

Schreibt mir und zeigt mir eure Werke!